Der FC Bayern ist mit der Verpflichtung von Harry Kane zwar in eine neue wirtschaftliche Dimension vorgedrungen, hat dadurch aber keineswegs den Pfad der Seriosität verlassen. Der englische Top-Stürmer kostete den Rekordmeister eine Rekordablöse, die aber dennoch niedriger ist als bislang medial verbreitet wurde. FCB-Präsident Herbert Hainer äußert sich zu dem Transfer in der FAZ.
„Niemand muss sich da Sorgen machen. Der FC Bayern hat auch diesen Transfer anhand seiner Grundpfeiler umgesetzt: sportliche Maximalausrichtung bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Seriosität. Wir werden nichts machen, was den Klub in Schieflage bringen könnte„, sagt der 69-Jährige gegenüber der FAZ. Deshalb hat der Verein auch Abstand von der Verpflichtung von Declan Rice genommen, der letztlich für über 120 Millionen Euro zum FC Arsenal gewechselt ist. „Wir hätten das auch versuchen können, aber unter diesen Voraussetzungen wollten wir das nicht„, betont Hainer.
Kane ist laut Aussagen des FCB-Präsidenten letztlich sogar etwas günstiger gewesen, als es in Medien bislang berichtet wurde. Die Ablöse bewegt sich nicht oberhalb der Marke von 100 Millionen Euro, „außer wir gewinnen in den nächsten Spielzeiten das, das und das. Ohne Boni sind wir unter 100 Millionen„, sagt Hainer, das Wort Triple auszusprechen, bereitet ihm offensichtlich Unbehagen 😉 Dennoch werden „solche Summen die Ausnahme bleiben„.
Schließlich muss der FC Bayern im Gegensatz zu vielen Mitwerbern in Europa aufs Geld schauen. Dazu der Präsident mit einem stolzen Unterton: „Wir sind die Ausnahme. Wir haben keinen großen Investor, keinen staatlichen Geldgeber. Wir erwirtschaften jeden Cent selbst – und sind schuldenfrei„. Es gibt dem Klub auch „eine innere Kraft für diesen Weg, für den FC-Bayern-Weg. Er wird nicht einfacher, das ist auch klar, wenn, wie in diesem Sommer, saudi-arabische Klubs kommen„. Der deutsche Rekordmeister beweist ab Jahr für Jahr, dass er „mit all den Herausforderungen gut umgehen und dennoch in der europäischen Spitze mitspielen“ kann. In dieser Saison soll das nicht zuletzt dank der Tore von Harry Kane gelingen.
