Nach den Abgängen von Lucas Hernández und Benjamin Pavard und der Leihe von Eigengewächs Josip Stanisic nach Leverkusen ging der FC Bayern mit ganzen drei gelernten Profi-Innenverteidigern – Dayot Upamecano, Matthijs de Ligt und Neuzugang Minjae Kim – in die neue Saison. Der Deadline Day lief schief und einen Tag später verletzte sich der 18-jährige als Back-Up geplanteTarek Buchmann im Regionalliga-Spiel gegen Memmingen und fällt seitdem mit einer nicht näher beschriebenen Muskelverletzung aus.
Thomas Tuchel und auch eine Vielzahl an FCB-Fans bekamen aufgrund der Konstellation in Anbetracht der anspruchsvollen anstehenden englischen Wochen Schweißperlen auf der Stirn. Die Leihe von Stanisic, noch dazu an einen direkten Meisterschaftskonkurrenten konnte niemand so richtig verstehen, die Argumente, dass die Situation von Pavard unklar war, noch viel weniger.
Und bereits nach wenigen Wochen sehen sich Tuchel & Mannschaft zum ersten Mal mit so etwas wie einem Worst Case Scenario konfrontiert: Matthijs de Ligt fällt mit einer Knieprellung nach einer übermotivierten Attacke des Bochumers Anthony Losilla für das heutige Pokalspiel bei Preußen Münster aus, Minjae Kim nach neuesten Informationen ebenso und Dayot Upamecano ist auch nicht zu 100 Prozent fit. Glücklicherweise heißt der Gegner heute Abend nicht Leipzig, Dortmund oder es ist ein CL-Spiel. Trotzdem keine gute Situation.
So gibt es viele Spekulationen, wer heute in die Münchner Innenverteidigung rücken muss: Joshua Kimmich, Konrad Laimer, Noussair Mazraoui. Viele wollen am System basteln: Dreier-/Fünferkette etc. – dabei wäre es so einfach gewesen: Der nach glänzenden Vorbereitungsspielen nach Leverkusen verliehene Stani ist ein echter Abwehr-Allrounder, was er unter anderem gegen ManCity und Liverpool auch in der IV bewiesen hatte.
Der 23-jährige kroatische Nationalspieler und WM-Dritte hat bislang in Leverkusen wettbewerbsübergreifend ganze 27 Spielminuten gespielt. Dumm gelaufen für ihn, aus aktueller Sicht speziell auch für den FCB … und für Bayer? Naja, wenn das Ziel war, den Rekordmeister zu schwächen, dann hat der Werksverein alles richtig gemacht.
