Deutscher Weltmeister kritisiert den DFB wegen Nagelsmann

Julian Nagelsmann nimmt zwar für sein DFB-Engagement bereits deutliche finanzielle Einbußen in Kauf – nach Ansicht von Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm sollte ein Bundestrainer künftig aber noch deutlich weniger verdienen.

Vier oder sechs Millionen Jahresgehalt für den Job des Bundestrainers – das ist zu viel! Diese Aufgabe sollte als Ehre empfunden werden„, sagte der Turnierdirektor für die Heim-EM im kommenden Jahr der BILD am Sonntag. Der Ex-Bayernspieler weiter: „Der DFB ist zurzeit finanziell angeschlagen und daher muss der Verband es aus meiner Sicht schaffen, dass das Gehalt eines Bundestrainers in Zukunft weiter deutlich nach unten geschraubt wird„.

Der frühere Bayern-Coach Nagelsmann soll als Bundestrainer angeblich 400.000 Euro im Monat bekommen und damit trotzdem auf viel Geld im Vergleich zu seinem ursprünglich noch bis 2026 gelaufenem Vertrag beim deutschen Rekordmeister verzichten.

Dagegen Lahm: „Der Verband steht für Nachwuchs, Frauenfußball, Ehrenamt, Schiedsrichterwesen, Amateurfußball, kurzum: Er steht für das Gemeinwohl. Diese Bereiche müssen in Zukunft wieder mehr gestärkt werden, dafür sollte investiert werden„.

Gleichzeitig brachte er die Idee ins Spiel, auch ausgelobte Titel-Prämien für Nationalspieler „deutlich zurückzuschrauben und dafür mehr in die gerade genannten Bereiche zu investieren„.

Sportlich geht es für Nagelsmann nun darum, „einen Kern zu finden, eine Mannschaft, in sich eine Hierarchie entwickelt„, meint Lahm, „ob er das kann, vermag ich nicht zu beurteilen: Er ist relativ jung, hat diese Erfahrung noch nicht. Ich bin gespannt.“

PS: Viele würden Lahm zukünftig (nach der EURO 2024?) gerne in einem wichtigen Amt beim FC Bayern sehen. Ob er sich mit diesen Äußerungen diesbezüglich aber einen Gefallen getan hat?

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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