Zum Kopfschütteln: FIFA-Präsident Infantino über das Profitieren der Klubs an der WM

Die umstrittene Winter-Weltmeisterschaft in Katar gehört längst der Vergangenheit an. Erst heute hat der Fußball-Weltverband FIFA jedoch bekannt gegeben, wie viel die Vereine an WM-Abstellungsgebühren für ihre Spieler kassieren. Der FC Bayern gehört dabei zu den Top-Verdienern, insgesamt sind die FIFA-Auszahlungen jedoch nicht mehr als der Tropfen auf dem heißen Stein, auch wenn Gianni Infantino das anders darstellen möchte.

Nur Champions-League-Sieger Manchester City und der FC Barcelona haben von der FIFA höhere Abstellungsgebühren für ihre teilnehmenden Spieler an der WM 2022 in Katar kassiert als der deutsche Rekordmeister Bayern München. Von den insgesamt 188 Millionen Euro gingen 4,13 Millionen an den englischen Meister, 4,08 Millionen an den spanischen Titelträger. Auf dem Konto des FC Bayern landeten knapp 3,9 Millionen Euro. 440 Vereine hatten zusammen 837 Profis für das letztjährige WM-Turnier abgestellt.

Dazu FIFA-Präsident Gianni Infantino: „Das Programm zur Beteiligung von Klubs zeigt exemplarisch, wie sehr der Klubfußball von der WM profitiert. Es ist eine hervorragende Gelegenheit, die Klubs zu unterstützen“.

Nicht zuletzt beim FC Bayern wird man die Angelegenheit wohl ganz anders bewerten. Die Bundesliga setzte aufgrund der WM ca. zwei Monate aus, in welchen der Verein – und nicht die FIFA – natürlich sämtliche Spielergehälter weiter zahlen musste. Dies dürften beim Rekordmeister inklusive der Gehälter für das Trainerteam rund 50 Millionen Euro gewesen sein. Also mindestens zwölf Mal mehr als die FIFA-Abstellgebühren.

Und dann hatte speziell der FCB noch ganz andere WM-Nachwirkungen: Lucas Hernández fiel aufgrund einer bei der WM erlittenen Kreuzbandverletzung bis zum Saisonende aus. Noussair Mazraoui kam mit einer Herzmuskelentzündung aufgrund einer nicht vollkommen auskurierten Corona-Infektion in Katar nach München zurück und fehlte über zwei Monate im Spielbetrieb. Der von der WM zutiefst frustrierte fünfmalige Welttorhüter Manuel Neuer spielte Russisch Roulette und verunglückte bei einer viel zu gefährlichen Skitour. Er kämpft immer noch für sein Comeback. Nicht nur die deutschen Nationalspieler kamen mental sehr angeschlagen von der WM zurück, nach welcher sämtliche Saisonziele platzten bzw. in Gefahr gerieten.

Danke im Namen des FC Bayern für die mehr als großzügigen 3,9 Millionen Euro – bei der Betrachtung aller Fakten natürlich eine hervorragende Unterstützung des FC Bayern.

Titelbild: Jamal Musiala beim WM-Spiel gegen Spanien. Obwohl er noch einer der besten deutschen Spieler bei der WM gewesen war, fiel das Supertalent des FCB nach der WM auch in ein mentales Loch.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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