Erneutes Torwart-Dilemma beim FC Bayern

Nachdem Manuel Neuer 2011 – bereits als deutscher Nationaltorhüter – zum FC Bayern gekommen war, startete er eine Torhüter-Ära wie zuvor ausschließlich Sepp Maier (1963-79) und Oliver Kahn (1994-2008). Nur mit diesen drei Weltklassekeepern gewann der deutsche Rekordmeister internationale Titel. Seit seinem schweren Unfall mit komplizierten Unterschenkelbruch bei einer gefährlichen Skitour in den Bayerischen Alpen im Dezember 2022 bereitet er dem Klub jedoch viele Sorgen und Kopfzerbrechen.

Begleitet von unzähligen Diskussionen verpflichtete der FCB im Januar den Schweizer Nationaltorhüter Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach als seinen Stellvertreter. Dieser war mit einer Ablösesumme von neun Millionen Euro für einen 34-Jährigen nicht ganz billig. Obwohl am Ende die elfte deutsche Meisterschaft in Folge stand, wurde der sympathische Schweizer wie fast alle seine Teamkollegen zum Teil heftig kritisiert. Ein großes Thema war seine in den Augen mancher Experten nicht ausreichende Körpergröße für einen Klassekeeper (1,83m). Aber im Verein schien sowieso die ganz große Hoffnung zu wachsen, dass der inzwischen 37-Jährige fünf-malige Welttorhüter in der Saison 2023/24 seinen Job wieder in alter Stärke machen kann.

Alle Meldungen der letzten Wochen und Monate ließen den FCB-Fan glauben, dass Neuer zum Trainingsauftakt am 13.Juli (obligatorische Medizinchecks) wieder zu 100% fit bei seiner Mannschaft sein wird. Aber leider behielten die zahlreichen Skeptiker dieses Szenarios recht: Neuer startet nicht mit dem Teamtraining in die neue Saison, sondern mit erneuten medizinischen Tests, leider nicht den obligatorischen Standardtests. Alles soll aber kein Grund zur Beunruhigung sein. Daran glaubt aber mittlerweile so gut wie niemand mehr.

Diese ungute Situation hat natürlich auch direkte Auswirkungen auf alle anderen FCB-Keeper. Sven Ulreich würde sich wohl wie immer als brave nicht wirklich ambitionierte Nr. 2 einreihen. Der bisherige Stammtorhüter in 2023 Sommer liebäugelte zuletzt – wenn man den Medien glauben darf – mit einem Wechsel, um als Nr. 1 beim neuen Verein auch diese bei der Schweiz bei der Europameisterschaft im nächsten Jahr in Deutschland sein zu können. Gelingt ihm das nicht, wird wohl der BVB-Keeper Kobel an ihm vorbei ziehen. Inter soll nach wie vor stark an dem sympathischen 34-Jährigen interessiert sein.

Alexander Nübel dagegen weigert sich seit zwei Jahren, in einen – offenbar für ihn hoffnungslosen – Wettkampf mit Neuer einzusteigen. Sein Ziel im Sommer 2023 lautet ganz klar „Nix wie weg, ich will spielen„. Würde es ein Umdenken geben, wenn Neuer gar nicht mehr…? In diesem Fall muss es Nübel aber auch klar sein, dass er für einige Zeit wenig geeignet zum Fanliebling wäre und jede kleinste Unsicherheit bei ihm noch schärfer kritisiert werden würde als dies in München sowieso der Fall ist.

Und was ist mit dem 22-jährigen georgischen Nationalkeeper Giorgi Mamardashvili von Valencia, welcher angeblich in der vergangenen Woche mit seinem Berater in München gewesen sein soll? Sollten diese Meldungen stimmen, könnte man in alle Richtungen spekulieren …

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

3 Kommentare zu „Erneutes Torwart-Dilemma beim FC Bayern

  1. Sommer und Nübel verkaufen, dafür den ablösefreien und vertragslosen Spanier De Gea verpflichten. Er bringt alles mit (Größe, Erfahrung, internationale und nationale Erfolge mit Manu und Spanien, Alter 32J.) was einen sehr guten TW auszeichnet! Auf was wartet der FCB, wenn tatsächlich Manuel Neuet nicht für den Saisonstart fit wird????

    1. De Gea war einmal die große spanische Hoffnung, aber solange er Nationalkeeper war, gewannen die Iberer gar nichts … Bitte nicht de Gea!

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