Zwei Wochen nach dem Ende einer der aufregendsten chaotischsten aber am Ende mit der Meisterschaft doch noch versöhnlichen FCB-Saison zeigt sich Uli Hoeneß zufrieden mit der aktuellen Situation im Verein. Vielen sensationslüsternen Medien wird dies jedoch wesentlich weniger gut gefallen, die ersten Auswirkungen sind bereits zu bemerken.
„Der Verein hat sich befriedet, es ist total ruhig„, sagte der 71-jährige Ehrenpräsident am heutigen Sonntag am Rande eines Benefizspiels gegenüber Sky. „Wir setzen uns einmal die Woche zusammen mit dem großen Kreis, der alle Dinge bespricht. Bis jetzt läuft das sehr gut, es wird nicht so viel in der Zeitung geschrieben. Die Dinge, die wir machen, werden nicht in der Öffentlichkeit diskutiert, sondern im kleinen Kreis und das tut der Sache gut.„
Nach den chaotischen letzten Monaten scheint beim FC Bayern wieder mehr Ruhe und Ordnung einzukehren. Kalle Rummenigge ist zu diesem Zweck in den Aufsichtsrat berufen worden, mit Jan-Christian Dreesen wurde zudem ein neuer CEO installiert, der ein ganz anderes Profil aufweist als Vorgänger Oliver Kahn.
Nachdem Rummenigge gestern vor dem Champions League-Finale den ablösefreien Neuzugang von Raphael Guerreiro von Borussia Dortmund bestätigt hatte, äußerte sich nun auch Hoeneß zu den Umständen der Verpflichtung des Portugiesen.
„Als der Name bei uns in dem Kaderplanungskreis genannt wurde, er ist ablösefrei, haben wir alle sofort zugestimmt. Das ist ein Spieler, den wir sehr gut gebrauchen können, weil er vielseitig ist. Er kann linker Verteidiger spielen, er kann links vorne spielen, theoretisch auch mal im Mittelfeld. Wenn man einen ausgeglichenen Kader hat, braucht man Spezialisten – ein Neuner ist ein Spezialist – aber man braucht auch Spieler, die mehrere Positionen spielen können.„
Das hört sich alles sehr positiv und beruhigend an. Offensichtlich veranstalten momentan einige Medien vor allem deswegen so viel abenteuerlichen Spekulationsjournalismus um Kimmich, Goretzka, Gnabry, Sané, Davies, Mané & Co, weil der ganz große Maulwurf bei FC Bayern zumindest aktuell seine Tätigkeit eingestellt hat.
