… Kalle Rummenigge und FCB-Präsident Herbert Hainer sind sich dabei in einem Kicker-Interview sehr sicher.
Eigentlich wollte Jan-Christian Dreesen den FC Bayern, bei welchem er ab 2013 als Finanzvorstand fungiert hatte, nach dieser Saison verlassen. Nach der Entlassung von Oliver Kahn kam jedoch alles ganz anders: Seit zehn Tagen ist der 55-Jährige der Vorstandsvorsitzender der FC Bayern AG.
Dazu Rummenigge, der diesen Posten selbst von 2002 bis 2021 inne gehabt hatte: „Dreesen ist der richtige Mann für die Nachfolge von Oliver Kahn. Nicht nur, weil er hier zehn Jahre einen hervorragenden Job gemacht hat, sondern vor allem deshalb, weil er den FC Bayern kennt.“ Hainer ergänzt: „Zunächst geht es darum, Ruhe in den Verein zu bekommen. Da Jan-Christian Dreesen den FC Bayern, seine Mitarbeitenden und das Umfeld schon lange und sehr gut kennt, weiß er, an welchen Stellschrauben er dafür drehen muss. Er wird das sehr gut hinbekommen.“
Der Fokus liege darauf, „zusammen mit den Mitarbeitenden und seinen Vorstandskollegen die Weichen für die Zukunft zu stellen, damit der FC Bayern bald wieder so dasteht, wie sich die Fans und wir alle uns das wünschen„, so Hainer.
„Wir hatten immer ein loyales und vertrauensvolles Verhältnis„, betont Rummenigge. Unter Dreesen verbuchte der FC Bayern Jahr für Jahr Rekordumsätze und meisterte auch die Corona-Pandemie. Rummenigge lobt: „Die Zahlen sprechen ohnehin für sich. Als ganz Deutschland und natürlich auch der Fußball unter der Pandemie litt, hat er eine hervorragende Leistung vollbracht, indem er den Klub trotz all den Schwierigkeiten in den schwarzen Zahlen hielt„.
Dass Dreesen wirtschaftlich-vernünftig denkt, passt zur FCB-Philosophie. Schließlich hat „der FC Bayern seine sportlichen Erfolge immer solide und seriös finanziert. Dafür standen sowohl Karl Hopfner als auch Jan-Christian Dreesen„, meint Rummenigge, der den neuen CEO als „super Typ“ beschreibt, der „das auch super machen wird„.
Präsident Hainer: „Jan-Christian Dreesen ist empathisch und sehr erfahren in Führungspositionen. Er denkt nach vorne, er will etwas entwickeln, er hat viele Ideen. Dabei steht er aber gleichzeitig für wirtschaftliche Vernunft. Und er liebt den FC Bayern.“
Gut möglich, dass sich durch den im Vergleich zu Kahn geänderten Führungsstil des bei den FCB-Mitarbeitern beliebten Dreesen auch der eine oder andere (unzufriedene) Maulwurf wieder von der Säbener Straße verabschiedet …
