Medien: Frustrierter Mazraoui will Bayern verlassen

Die Boulevardmedien – und dazu gehört mittlerweile leider auch das Fachmagazin Kicker – lassen nicht locker: Es wird weiterhin mit unzähligen spekulativen Meldungen über den FC Bayern gezündelt. Das war das spezielle mediale Erfolgskonzept der letzten Saison, eigentlich schon lange vorher, aber in einer Chaos-Saison funktioniert so etwas natürlich noch viel besser. Neuestes Opfer: Noussair Mazraoui, der angeblich aktuell mit seiner Rolle beim FC Bayern unzufrieden ist.

Der Kicker berichtet, dass der marokkanische Nationalspieler das Gefühl hat, unter Thomas Tuchel nur in personellen Notsituationen benötigt zu werden. Angeblich zieht er deswegen trotz Vertrag bis 2026 sogar einen vorzeitigen Abschied in Erwägung. Das Fachblatt konstruiert daraus sogar eine „Große Ungewissheit über den Kader des Meisters„, indem es Äußerungen und Situationen aus verschiedenen Zeiträumen zusammenmixt.

Tatsache ist: Noussair stand in den letzten fünf BL-Spielen immer in der Startelf und dies war auch die Situation vor der WM in Katar gewesen, aus welcher er eine Herzmuskelentzündung nach einer Corona-Erkrankung mitbrachte, die ihn für fast drei Monate außer Gefecht setzte. Nur wegen dieser Situation sah sich der FCB im Januar genötigt, einen Ersatz für den technisch hochversierten 25-Jährigen zu verpflichten: So kam es zur Leihe von João Cancelo von ManCity.

Nach dem Schalke-Spiel vor mittlerweile über drei Wochen sagte der Ex-FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic über Mazraoui: „Er hat in den letzten Wochen sehr gut gespielt und das Vertrauen des Trainers zurückgezahlt. Heute hat er ein Tor gemacht. Wenn man sieht, was auf dem Außenverteidiger-Markt los ist: Wir sind sehr froh, ihn zu haben. Große Klasse.

Dadurch dass diese Aussage vom mittlerweile entlassenen Brazzo stammt, kann natürlich weiter spekuliert und gezündelt werden: Kicker & Co stellen (sich) die Frage, ob das neu zusammengestellte FCB-Gremium, das sich aktuell der Kaderplanung annimmt, derselben Meinung ist – laut den Medien eine offene Entscheidung.

Es wird medial weiter konstruiert: Eine Festverpflichtung von Cancelo wird ausgeschlossen, obwohl in dieser Personalie ganz offensichtlich – zumindest offiziell – noch keine Entscheidung gefallen ist. Benjamin Pavard wird mit größter Wahrscheinlichkeit seinen Vertrag nicht verlängern und so im Sommer den Verein verlassen. Und wenn es Nous auch noch aus München wegzieht, müsste wohl sogar der neu verpflichtete Mittelspieler Konrad Laimer eine Art Notverteidiger beim Rekordmeister abgeben. ABENTEUERLICH!!

Sollten tatsächlich Pavard und(!) Cancelo gehen, dann bleibt Mazraoui natürlich 100%ig! Bevor Laimer hinten rechts spielen muss, hat der FCB noch den kroatischen Nationalspieler und WM-Dritten Josip Stanisic. Das FCB-Eigengewächs zeigte unter anderem gegen Kylian Mbappé seine Klasse. Und selbst wenn Cancelo oder Pavard bleibt – dass beide bleiben, erscheint unwahrscheinlich – gibt es kein FCB-Szenario, das einen Mazraoui-Abgang vorsieht. Eine saftige Hernández-Ablösesumme aus Paris könnte zusätzlich den Cancelo-Deal für den FCB erleichtern. Einen Engpass auf der Rechtsverteidiger-Position, so dass sogar ein Mittelfeldspieler aushelfen müsste (auch nicht Kimmich!), wird es sicher nicht geben.

Keine Panik, Bayernfans!

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

3 Kommentare zu „Medien: Frustrierter Mazraoui will Bayern verlassen

  1. Dem ganzen Blödsinn, den die sich da zusammenschreiben kann man sich leider nicht entziehen.
    Aber: solange der Verein sich nicht zu einem dieser Themen äussert, ist das ungefähr genau so wichtig wie der letzte Besuch auf dem „stillen Örtchen“.

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