Transferpoker um Marc Guéhi verloren: Kein Problem für den FC Bayern

Das Interesse des FC Bayern am englischen Nationalspieler Marc Guéhi ist verbrieft. Warum dessen nun anstehender Wechsel zu Manchester City für den Rekordmeister dennoch kein Problem darstellt.

Wochenlang wurde über das Buhlen des FC Bayern um den 25-jährigen Innenverteidiger Marc Guéhi vom englischen FA-Cup-Sieger Crystal Palace berichtet. Dieses wird nun wohl kurzfristig sein Ende finden, weil sogar dessen Coach Oliver Glasner bestätigt, dass sein Kapitän den Verein noch in dieser Wintertransferperiode verlassen wird.

Der 51-jährige Österreicher unmissverständlich: „Nach meinem aktuellen Kenntnisstand befindet sich die Vereinbarung mit Marc in der Endphase. Das Ergebnis ist, dass Marc morgen nicht für uns spielen wird.“ Dass der englische National-Innenverteidiger seinem Team im für die Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe so wichtigen Spiel gegen Sunderland fehlen wird, ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass sein Wechsel zu Manchester City unmittelbar bevorsteht.

Der Pay-TV-Sender Sky berichtet dazu, dass die Vereine bereits eine mündliche Einigung erzielt hätten und der Transfer noch an diesem Wochenende vollzogen werden soll. Als Ablöse müsse der aktuelle Tabellen-Zweite der Premier League immerhin noch 30 Millionen Pfund (knapp 35 Millionen Euro) nach London überweisen. Der Vertrag von Guéhi bei Palace wäre zum Saisonende ausgelaufen.

FC Bayern nur an einem ablösefreien Guéhi-Deal interessiert

Genau diese Tatsache war auch der Ansatz für das gesteigerte Interesse an der Säbener Straße am Engländer. Ein ablösefreier Top-Spieler ist für jeden Spitzenverein eine überdenkenswerte Personalie, wenn auf dieser Position Bedarf besteht oder Bedarf entstehen könnte. Dieser ist an der Säbener Straße mit vielen Konjunktiven verbunden.

Grundsätzlich genießt man beim Rekordmeister das Luxus-Problem, eine Handvoll von internationalen Top-Innenverteidigern im eigenen Kader zu wissen. Nur die kleineren Ungewissheiten rücken einen künftigen Handlungsbedarf in den Bereich des Möglichen bzw. des Nötigen. Abwehrchef Dayot Upamecano dürfte in Kürze nach einem wahren Verhandlungs-Marathon beim FCB verlängern, mit Neuzugang Jonathan Tah ist man höchst zufrieden und wenn der häufig verletzungsgeplagte Minjae Kim regelmäßig die überragende Leistung der Köln-Partie zeigen kann, verschwinden Wechselgerüchte und -gedanken für den Sommer automatisch.

Mit dem japanischen Nationalspieler Hiroki Ito, der auch auf der Linksverteidigerposition spielen kann, besitzt FCB-Coach Vincent Kompany eine weitere Option, ebenso wie mit dem Eigengewächs Josip Stanišić auf der anderen Abwehrseite. Steht einem Trainer ein derart leistungsstarkes Quintett zur Verfügung, können sich die Sport-Bosse grundsätzlich in ihren Kaderplanungen auf andere Positionen konzentrieren.

Fazit: Obwohl der FC Bayern durchaus bei Guéhi gepokert hat, geht er daraus keineswegs als Verlierer heraus. Aufgrund der eigenen komfortablen Situation mussten Max Eberl & Co. nicht „all-in“ gehen. Das musste dagegen Manchester City, Pep Guardiolas Team sind zuletzt einige Stammspieler im Abwehrverbund durch Verletzungen weggebrochen.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Bayern Total

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen