Der FC Bayern schließt Winter-Transfers aus, soll aber bereits für den Sommer punktuelle Verstärkungen planen. Eine Position steht dabei besonders im Fokus.
Obwohl der kolumbianische Nationalspieler Luis Díaz sensationell eingeschlagen hat, plant man beim FC Bayern auf seiner linken offensiven Außenbahn ganz offensichtlich eine weitere Verstärkung, um den „Vielspieler“, der zusätzlich mit einem erheblichen Kraftaufwand agiert, zu entlasten. Im aktuellen BILD-Podcast „Bayern Insider“ unterhalten sich Christian Falk und Tobi Altschäffl ausführlich über mögliche Kandidaten. Dabei fielen vor allem zwei Namen: Yan Diomande und Said El Mala.
Laut BILD-FCB-Experten Falk sollen die Verantwortlichen an der Säbener Straße sportlich vor allem den 19-jährigen Leipzig-Spieler Diomande schätzen: „Richtig Geld soll auf der Flügelspieler-Position in die Hand genommen werden“, so Falk – eine Aussage, die vor allem mit dem jungen Ivorer Diomande in Verbindung zu bringen ist.
Allerdings ordnet Altschäffl die Situation umgehend ein: Diomande besitzt bei den Roten Bullen einen Vertrag bis 2030, eine Ausstiegsklausel existiert nicht. Deshalb der Reporter: „Über 100 Millionen – das wird Bayern nicht machen“. Die Bayern-Bosse sehen Diomande als perfektes Profil, aber nicht um jeden Preis. Als Perspektivspieler hinter Díaz wäre ein Transfer in dieser Größenordnung nicht ansatzweise zu rechtfertigen.
El Mala die realistischere Option für den FC Bayern
So bleibt Diomande wohl eher ein Traumkandidat. FCB-Sportdirektor Christoph Freund äußerte sich zu ihm auf der Spieltags-PK vor dem Duell bei RB: „Generell ist er ein sehr guter Spieler, der sich sehr gut entwickelt hat. Es ist normal, dass ein Bundesliga-Spieler, der gut spielt oder sich gut entwickelt, mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird. Er ist Spieler bei Leipzig, und es ist nicht unsere Aufgabe, dazu Stellung zu nehmen. Aber wie gesagt, jeder sieht, dass er ein sehr guter Spieler ist.“
So wäre aus Bayern-Perspektive wohl Said El Mala vom 1. FC Köln der wesentlich „logischere“ Kandidat. Der Offensivspieler wird beim Rekordmeister als entwicklungsfähige, preislich deutlich realistischere Option gesehen. Falk behauptet im Podcast, dass El Mala nicht den Anspruch habe, sofort Stammspieler beim FCB zu sein, sondern sich auch hinter einem etablierten Flügelspieler entwickeln könne. Das perfekte Modell für die Kaderstrategie in München.
Altschäffl beschreibt El Mala mit „ein Stück billiger, entwicklungsfähig, deutsch und ohne den Anspruch, jedes Spiel zu machen“. Ein hochtalentierter Spieler, der Tiefe in den Kader bringt, ohne Unruhe zu erzeugen. Gerade in Kombination mit dem gesetzten Díaz könnte der 19-Jährige schrittweise aufgebaut werden. Mit einem kolportierten Preisschild von mindestens 40 Millionen Euro ist aber auch der deutsche U21-Nationalspieler wahrlich kein Schnäppchen.
